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BARMER und Gmünder - gemeinsam stärker

Ausgabe, 2009/09

Ab Januar 2010 wird es nun eine neue Kasse "BARMER und Gmünder" geben. Gemeinsame Verwaltungsräte, ein gemeinsamer Vorstand, eine gemeinsame Verwaltung und - natürlich am wichtigsten - eine gemeinsame Geschäftpolitik und Leistungen für die Mitglieder. Die neue Kasse wird zusammen 8,6 Mio. Mitglieder haben und damit die mit Abstand größte Kasse in Deutschland. Ihr Marktanteil wird bundesweit 13% betragen, regional wie in Nordrhein-Westfalen aber über 17% betragen.

Damit hat die neue Kasse sehr viel mehr Einfluss, den sie zum Nutzen der Versicherten einsetzen kann.Schon heute spiele die Rabattverträge mit der Pharmaindustrie eine große Rolle, um eine wirtschaftliche Arzneimittelversorgung zu gewährleisten. Das wird künftig noch wichtiger. Je mehr Versicherte und damit Patienten eine Krankenkasse hat, desto größere Preisabschläge kann sie gegenüber der Pharmaindustrie durchsetzen. Eine kleine Kasse hat diese Möglichkeiten nicht.

Ähnliches gilt für Versorgungsverträge mit Krankenhäusern und Ärzteverbänden. Hier sind die gesetzlichen Möglichkeiten der Gestaltung über Einzelverträge zwar sehr viel geringer, aber sie haben wachsende Bedeutung. Wenn die schwarz-gelbe Koalition "mehr Wettbewerb" nicht nur im Munde führt, sondern damit Ernst machen will, kann sie im Gesundheitssektor beginnen, müsste sich dann aber mit ihrer Klientel anlegen. Das wird spannend! Auf jeden Fall liegen hier Chancen, für die Versicherten Versorgungsverträge abzuschließen, die bei gleicher oder besserer Qualität kostengünstiger sind. Um so etwas verhandeln zu können, muss man aber auch eine gewisse Marktmacht und besondere Kompetenzen haben. Die bringt die BARMER mit ein.

Umgekehrt kann aber auch die BARMER viel von der GEK lernen. Die GEK hat günstigere Verwaltungskosten als die BARMER, was sicher zum Teil die Ursache darin hat, dass die Versicherten jünger und gesünder sind, aber sie hat in vielen Bereichen auch effizientere Strukturen.

Die GEK hat auch immer die Vertrauensleutearbeit gepflegt und damit einen engen Kontakt zwischen Mitgliedern und Kasse ermöglicht. Die BARMER versucht seit kurzer Zeit, das wiederzubeleben und wird hier viel von der Erfahrung der GEK profitieren können.

Ein besonderer Vorteil ist auch, dass die GEK in Regionen stark ist, wo die BARMER eher schwach vertreten ist. Damit verbessert sich der Service für die Versicherten, weil die Geschäftsstellen künftig gemeinsam genutzt werden.



 

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