Bundestag fährt Hausarztverträge gegen die WandAusgabe, 2009/01
Die Weisheit des Gesetzgebers ist manchmal schwer zu ergründen. Die Gesundheitsreform 2007 sollte mehr Wettbewerb ermöglichen. Durch Verträge der Krankenkassenkassen mit einzelnen Ärzten oder Arztgruppen sollten bessere Versorgungsformen ermöglicht werden. Das ist vernünftig. Aber bei den Hausarztverträgen hat man das Gegenteil bewirkt. Anstatt den Kassen die Möglichkeit zu geben, unterschiedliche Verträge zu erproben, hat man flächendeckende Hausarztverträge verbindlich gemacht. Der Gipfel des Unsinns ist aber, den Kassen vorzuschreiben, dass sie Verträge mit Vereinigungen schließen müssen, wenn diese mehr als 50% der Hausärzte vertreten. Das war ein Geschenk an die CSU vor der Bayern-Wahl. Das bisherige Monopol der kassenärztlichen Vereinigungen wird nun faktisch um den Zwang erweitert, mit dem privaten Hausarztverband Verträge zu schließen. Zwei Monopole sind aber nicht besser als eins. Die bisherigen Verhandlungen zeigen: Den Ärzten geht es nur um mehr Geld, aber nicht um eine bessere Versorgung der Versicherten. Für die BARMER-VV ist klar: Mehr Geld gibt es nur für bessere Leistungen und höhere Wirtschaftlichkeit.
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