Dank an Dr. VöckingAusgabe, 2010/01Zusammenschlüsse von Unternehmen sind immer eine schwierige Operation, weil eben nicht nur zwei Haushalte zusammengeführt werden müssen und zwei unterschiedliche Unternehmenskulturen zu einer verschmelzen müssen, sondern es geht auch immer um die betroffenen Arbeitnehmer, die einen Zusammenschluss als Chance oder als Bedrohung des eigenen Arbeitsplatzes ansehen können. Es ist das Verdienst von Dr. Vöcking, der einen transparenten Prozess organisiert hat, der alle "mitgenommen" hat. Die Belegschaft sieht den Zusammenschluss als gute Chance, sich weiter als Kasse zu profilieren, die Expertin für die Gesundheit ihrer Versicherten ist. Das Gesetz sieht vor, dass es in einer Krankenkasse nicht mehr als drei Vorstandsmitglieder geben darf. Bei drei Vorstandsmitgliedern der BARMER und zwei der GEK liegt das Problem auf der Hand. Dr. Vöcking ist besonders hoch anzurechnen, dass er einen letzten möglichen Stolperstein bei der Vereinigung selber frühzeitig aus dem Weg genommen hat, weil er erklärte hatte, dass er dem neuen Vorstand nicht mehr angehören möchte. Das zeugt von menschlicher Größe und einer Moral, die das Gelingen in der Sache höher bewertet als die eigene Karriere. Als Vorstandsvorsitzender hat er die BARMER in den letzten Jahren auf guten Kurs und durch manche schwere See gebracht. Es ist nachzuvollziehen, dass man dann gerne auch noch mit gestalten möchte, was man auf den Weg gebracht hat. In so einer Situation das Steuer aus der Hand zu geben und einer neuen "Kapitänin" anzuvertrauen, hat uns alle beeindruckt. Danke, Dr. Vöcking! Seine Abschiedsrede, die ein leidenschaftliches Plädoyer für eine soziale Krankenversicherung als gesellschaftlicher Kitt für eine gute Gesellschaft war, kann uns künftig helfen, den Kurs zu halten. |
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