Pressemitteilung: Nationales Netzwerk Frauen und GesundheitFrüherkennung von Gebärmutterhalskrebs und HPV-Impfung:Neue unabhängige Broschüre hilft Frauen, besser zu entscheiden Die jährliche Krebsvorsorge bei der Gynäkologin oder dem Gynäkologen ist für viele Frauen selbstverständlich. Über die Chancen und Risiken der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, mit Hilfe des so genannten PAP-Abstriches, werden Frauen häufig nicht informiert. Seit 2008 müssen junge Frauen zwischen 20 und 22 Jahren sich gynäkologisch beraten lassen, damit sie später, im Falle einer Gebärmutterhalskrebserkrankung keine höhere Beteiligung an den Therapiekosten leisten müssen. Eine Pflicht zur Vorsorge gibt es aber nicht. Das "Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit" hat eine Broschüre herausgegeben, die detailliert erklärt, wie Gebärmutterhalskrebs entsteht, wie er entdeckt und behandelt werden kann. In der Regel finden Ärztinnen und Ärzte Zellveränderungen und Krebsvorstufen, die um ein vielfaches häufiger auftreten als der Krebs selbst - sie können sich zum Teil auch wieder von selbst zurückbilden. "Wir informieren über die verschiedenen Wege mit einem auffälligen Befund umzugehen. Wir möchten Frauen in die Lage versetzen, in Ruhe eine informierte Entscheidung zu treffen", sagt Dr. Ute Sonntag, Koordinatorin des Netzwerks. Nutzen, Risiken und Langzeitfolgen der Krebsfrüherkennung wurden bisher wenig systematisch untersucht. Auch gilt die operative Entfernung eines auffälligen Befundes (Konisation) meist als harmlos, obwohl aktuelle Studien zeigen, dass negative Auswirkungen auf Schwangerschaft und Neugeborene möglich sind. "HPV-Impfung ... was bringt das?""Soll ich meine Tochter gegen Humane Papilloma Viren (HPV) impfen lassen? Welche Nebenwirkungen kann es geben? Wie lange hält der Impfschutz?" Dies fragen sich derzeit viele Eltern. HP-Viren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen und können zu Zellveränderungen am Muttermund führen und in seltenen Fällen zu Gebärmutterhalskrebs. "Die HPV-Impfung wird derzeit stark beworben, die sachliche Aufklärung bleibt mitunter auf der Strecke. Wir wollen Mütter wie Töchter umfassend informieren, damit sie sich guten Wissens für oder gegen die Impfung entscheiden können", so die Bremer Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe, Mitglied im Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit. Damit auch junge Frauen sich informieren können, hat das Netzwerk zusätzlich zur Broschüre das Faltblatt "HPV-Impfung - was bringt das?" herausgegeben. Es nimmt Fragen und Ängste auf und beantwortet diese fundiert und in jugendgerechter Sprache. Für die Broschüre und das Faltblatt hat Professor Dr. Ingrid Mühlhauser, Ärztin und Gesundheitswissenschaftlerin an der Universität Hamburg, vorhandene wissenschaftliche Daten und internationale Studien zusammengetragen und bewertet. Geschrieben wurden beide Publikationen von der Bremer Wissenschaftsjournalistin Dr. Eva Schindele. Die Beratung übernahmen die Gynäkologinnen Margret Heider und Dr. Edith Bauer. Das Besondere: Die Broschüre wurde einer repräsentativen Gruppe von Leserinnen vorgelegt und auf Verständlichkeit und Nutzen getestet. Die Broschüre "Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und HPV-Impfung: Eine Entscheidungshilfe" und das Faltblatt "HPV-Impfung ...was bringt das?" sind kostenlos erhältlich beim Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit, c/o Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. Für weitere Informationen stehen Ihnen folgende Expertinnen zur Verfügung:
Hinweis für Leserinnen und Leser: Bezugsadressen für Broschüre und Faltblatt
"Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und HPV-Impfung - Informationen und Erfahrungen - Eine Entscheidungshilfe" (Herausgeberin: Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit, 54 Seiten) können Sie als kostenlose Einzelexemplare bestellen bei: Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit, c/o Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., Fenskeweg 2, 30165 Hannover - versehen mit einem frankierten DIN A-5-Rückumschlag (0,77 Euro), eigener Anschrift und dem Hinweis "Büchersendung" Kostenlose Exemplare können angefordert werden bei den Geschäftsstellen der Barmer Ersatzkasse und den Geschäftsstellen der Techniker Krankenkasse. Die Broschüre steht auch als PDF-Datei im Internet zur Verfügung: www.nationales-netzwerk-frauengesundheit.de Das "Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit" ist ein Zusammenschluss von Vertreterinnen aus 18 Verbänden und Vereinigungen, die bundes- oder landesweit zu den Themen Frauen, Mädchen und Gesundheit, Gesundheitsförderung arbeiten. Folgende Mitgliederunterstützen die Broschüre: AG "Frauen und Gesundheit" in der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie e.V. (DGMS) - AG "Frauen in der psychosozialen Versorgung" der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (DGVT) - Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) - Arbeitsbereich Frauen- und Geschlechterperspektiven am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen - Bundesfachverband Essstörungen e.V. - Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V. (BfHD) - Bundesverband der Frauengesundheitszentren e.V. - Deutsche Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG) - Deutscher Ärztinnenbund e.V. (DÄB) - Deutscher HebammenVerband e.V. (DHV) - European Women’s Health Network (EWHNET) - Fachbereich "Frauen- und geschlechtsspezifische Gesundheitsforschung" in der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V. (DGSMP) - Forum Frauengesundheit Bremen - Netzwerk Frauen und Gesundheit, Berlin - pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. Bundesverband - Reprokult: Frauen Forum Fortpflanzungsmedizin - Pressearbeit für das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit: die aktuelle Kampagne betreut Beate Hoffmann, Bremer Medienbüro, E-Mail: bmbhoffmann@aol.com, Ansprechpartnerin für das Nationale Netzwerk: Dr. Ute Sonntag, E-Mail: ute.Sonntag@gesundheit-nds.de Diese Pressemitteilung als PDF-Datei herunterladen. Wichtiger Hinweis |
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