Unsicherheit über Schwarz-Gelbe GesundheitspolitikAusgabe, 2009/09Hinzu kommt seit dem 27. September die Unsicherheit, was die schwarz-gelbe Koalition gesundheitspolitisch beschließen wird. FDP und CSU haben vor der Wahl erklärt, den Gesundheitsfonds abschaffen zu wollen. Selbst wenn dieser radikale Schritt nicht erfolgt, werden absehbar die Belastungen für die Versicherten größer werden, weil es erklärtes Ziel der Koalitionäre ist, die Arbeitgeber zu entlasten. Wenn man gleichzeitig der Ärzte-Klientel und der Pharmaindustrie nicht weh tun will, werden die Beitragszahler die Zeche zahlen. Vor den Folgen schützt auch nicht die Größe einer Kasse, aber sie kann besser darauf reagieren. Deshalb war es eine kluge Entscheidung des Verwaltungsrates des GEK im Juli 2009, mit BARMER, DAK und TK Gespräche über eine Vereinigung zu führen. Es war bis zum Schluss eine Zitterpartie, für wen sich der Verwaltungsrat der Gmünder entscheiden würde. Für die BARMER waren es Verhandlungen, die aus unserer Sicht auf "gleicher Augenhöhe" geführt wurden. Der Große wollte nicht den Kleinen schlucken, sondern es ging darum, wie und wo man sich gut ergänzen kann, um aus der Vereinigung von zwei Ersatzkassen etwas Neues und Besseres zu schaffen. Die BARMER hatte offenbar die überzeugenderen Argumente. |
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