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  STARTSEITE » Meldungen + Meinungen » Ausgabe 2011/01 » Zwei Ziele:

Meldungen + Meinungen

Zwei Ziele:

Hohe Wahlbeteiligung und viele Stimmen für die BARMER GEK VV

Die Wahlbeteiligung bei den letzten Sozialwahlen war bescheiden und ist stetig gesunken.

Die Gründe für die abnehmende Wahlbeteiligung sind vielfältig. Ein Grund ist sicherlich, dass bei vielen Sozialversicher- ungsträgern keine Urwahlen stattfinden und dann kann man sich auch nicht beteiligen. Aber es ist auch eine Veränderung in der Beziehung zwischen den Krankenkassen und ihren Mitgliedern eingetreten. Erst im Jahr 1993 wurde das Gesetz so geändert, dass Versicherungspflichtige ihre Kasse frei wählen können. Seitdem verstehen sich viele Mitglieder eben auch nicht mehr als Mitglieder "ihrer" Kasse, sondern als Kundinnen oder Kunden. Wenn einem die Kasse nicht passt, wechselt man sie eben. Daraus können dann sowohl ein Desinteresse an Sozialwahlen als auch der aktive Einfluss auf die Entscheidungsorgane resultieren. Das ist bedauerlich, aber es entspricht einem zeitgenössischen Trend, dass die Menschen individueller denken und handeln und weniger Bereitschaft haben, sich um soziale Organisationen zu kümmern.

Befragungen zeigen, dass die konkrete Tätigkeit der Selbstverwaltung auch zu wenig bekannt ist. Abstrakt wissen viele Menschen, dass es die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung gibt und finden sie gut.

Aber wählen können heißt eben auch, die zur Wahl stehenden Alternativen beurteilen zu können und sich zu entscheiden. Unsere Arbeit darzustellen gelingt uns Selbstverwalterinnen und Selbstverwaltern einfach nicht gut genug. Die Medien der BARMER GEK sind im Vergleich zu den Vorjahren schon sehr viel besser geworden, aber richtig gut sind wir noch nicht.

Richtig schlecht sind wir in der Berichterstattung über unsere Arbeit in Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen. Das liegt aber auch daran, dass wir keine Sensationen produzieren und in der Regel als Selbstverwaltung kooperativ mit dem Vorstand zusammenarbeiten. Wir diskutieren in der Sache, um für die Versicherten zu guten Lösungen zu kommen. Das ist nicht der Stoff, auf den die Presse wartet.

Eine Meldung wie "Verwaltungsratsvorsitzender der BARMER GEK beißt der Vorstandsvorsitzenden zum dritten Mal ihr Ohr ab. Die Kasse zahlt alles!" hätte sicherlich größere Aufmerksamkeit.

Kein Argument sollten die Kosten der Sozialwahlen sein, auch wenn sie gerne als Argument gegen die Wahlen gebraucht werden. Die Wahlen kosten pro Mitglied unter einem Euro in der Wahlperiode, also für sechs Jahre. Dies muss uns allen das Wahlverfahren Wert sein.

Wie können wir nun unsere BARMER GEK VV besser bekannt machen und über uns berichten? Für die Wahl gibt es ein gesondertes Faltblatt, das bei Achmed Date in fast unbegrenzter Höhe zum Verteilen nachgefragt werden kann. Ansonsten haben wir eine sehr informative Website unter
www.barmergek-vv.de



 

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